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  • kronenbergtobias

Wenn die Autokorrektur aus „Organismus“ „Orgasmus“ macht …

Die in WORD integrierte Autokorrektur ist ein sehr hilfreiches Tool. Einen Lektor kann sie allerdings (noch) nicht ersetzen. Denn es kommt nicht nur vor, dass die Autokorrektur Dinge ändert, die man gar nicht ändern will. Häufig bleiben Fehler schlicht unerkannt; z. B., wenn man sich vertippt und plötzlich über das Ziel hinausscheißt anstatt darüber hinauszuschießen.


Sofern sie rechtzeitig bemerkt werden, kann man über solche Fehler ja noch lachen; wenn sie im Druck erscheinen, sind sie jedoch fatal. WORD würde Sie zwar darauf aufmerksam machen, dass vor dem „anstatt“ im Satz oben ein Komma fehlt (und zwar, wie Ihr Lektor Ihnen erklären würde, weil es hier zusammen mit einer Infinitivgruppe verwendet wird). Der wirklich peinliche Buchstabendreher bliebe hingegen unentdeckt.


Sicher: In nicht allzu ferner Zukunft werden künstliche Intelligenzen auch solche Fehler zuverlässig entdecken und korrigieren. Bis dahin ist es aber eine gute Idee, bei wichtigen Texten auf die Fähigkeiten Ihres Lektors zu vertrauen – zumal er nicht nur Tippfehler und fehlende Kommata korrigiert, sondern Ihre Texte auch unter stilistischen Gesichtspunkten sowie bezüglich der logischen Schlüssigkeit optimiert.


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